Philadelphia – mehr als ein Frischkäse

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Moin, Moin aus Philly,

Wie man auf der Startseite sehr gut sieht, sind wir aktuell auf halber Strecke zwischen Washington und New York in der Stadt der brotherly Love. Wir haben uns natürlich auch auf Philadelphia vorbereitet, sind aber eher mit dieser Zwischenstopp-Mentalität in die Stadt gekommen und haben uns ein bisschen überraschen lassen. Nach einem verlängerten Wochenende lässt sich sagen, die Stadt ist einen Besuch wert. Am bekanntesten ist die Stadt natürlich für die Liberty Bell und die Independence Hall, vielleicht noch für Rocky.

Leider konnten wir am Samstag nicht direkt in unser Hostelzimmer einziehen, auch wenn es schon fertig war. Deshalb haben wir zunächst mal wieder die Umgebung erkundet. Dank der super Vorbereitung von Annika heißt Umgebung des Hostels mal wieder perfekte Innenstadtlage fußläufig von allen Attraktionen entfernt. Da hat jemand ein Talent als Reisefachfrau 😉 [an dieser Stelle sei eingefügt, dass Gerrit diesen Post verfasst hat]. So konnten wir bei schönstem Sonnenschein einen ersten Blick auf die oben erwähnten Sightseeing-Spots werfen und uns wichtige Tipps für die verbleibenden zwei Tage holen. Insbesondere der National Historic Park rund um die Independence Hall ist wirklich sehr schön angelegt. Außerdem gibt es noch viele Nebengebäude, die durchaus einen Besuch wert sind, auch wenn sie nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen.

Am Sonntag haben wir uns dann nach dem Frühstück das Betsy Ross Haus angesehen. Betsy Ross hat der Legende nach die erste Fahne der Vereinigten Staaten von Amerika genäht. Diese Informationen sind allerdings nicht gesichert. Das Haus ist aber entsprechend prominent präsentiert und hat neben einem Museum auch noch einen angeschlossenen Souvenirladen. Da das Wetter danach immer schlechter wurde, es aus Eimern geschüttet hat und wir ja auch noch den Montag zur Verfügung hatten, sind wir anschließend ins Hostel und haben Football und Fußball geguckt. Mehr müssen wir dazu nicht sagen, denn der Spieltag war einer zum Vergessen. Zum Abendessen gab es dann eines von den berühmten Philly Cheesesteaks – letztlich Fleisch und Käse in einem Baguette, also genau unser Geschmack.

Heute ging es dann um 7:15 Uhr zu Starbucks. Dort gab es ein schnelles Frühstück auf die Hand und anschließend gingen wir zum Visitor Centre, um uns für die Indepence Hall Karten zu sichern. Durch die vielen Schulklassen, die unter der Woche die Stadt besuchen, wurde uns empfohlen, mindestens eine halbe Stunde vor Öffnung in der Schlange zu stehen, sonst stehen die Chancen schlecht, Tickets zu bekommen. Der Eintritt in die Hall ist zwar kostenlos, man benötigt aber Tickets für eine bestimmte Uhrzeit. Also für alle Interessenten: entweder mind. eine Woche früher online gucken oder früh aufstehen. Um 9:00 Uhr hatten wir dann direkt die Führung. Die war wirklich sehr interessant und hat das ganze gefährliche Halbwissen, das man irgendwo mal aufgeschnappt hat, schön geordnet. Leider gab es keine Möglichkeit, die eigentliche Decleration of Independence zu fotografieren, die ist nämlich in Washington D.C. ausgestellt. Hätten wir uns mal besser informiert, aber es war trotzdem sehr beeindruckend, die Räumlichkeiten zu besichtigen, in denen die USA „gegründet“ wurden. Direkt im Anschluss sind wir dann zur Liberty Bell gegangen. Die ist auch ein Foto wert, aber sonst auch nicht so beeindruckend. Den restlichen Tag haben wir dann genutzt, um den Rest der Stadt zu erkunden. Neben dem Rathaus und dem „Love“-Park waren wir natürlich auch bei den Rocky Stufen. Hier müssen wir leider gestehen, dass wir die Filme nie gesehen haben, vielleicht holen wir das nun nach. Es war aber sehr witzig zu beobachten, wie alle Menschen zumindest ein kurzes Stück der Treppe hoch gejoggt sind.

Nun heißt es ein vorletztes Mal Sachen packen und morgen steht die letzte Etappe nach New York an. Mal abwarten wie überwältigt wir sind und wann wir es deshalb schaffen, uns zu melden.