Schöne Grüße vom Capital Hill

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Moin Moin aus Washington DC!

Nach einem kurzen Flug sind wir am Sonntag gut in der Hauptstadt der USA angekommen. Wie es mittlerweile bei uns zur guten Tradition gehört, haben wir die Zeit genutzt um noch einmal ein bisschen Football zu gucken. Das tat auch ganz gut, da wir mal wieder recht früh los mussten.

Am Montag sind wir dann mit der Metro in die Innenstadt gefahren direkt zur National Mall. Das war ein unglaublicher Anblick, da man diese ganzen Gebäude ja nur aus dem Fernsehen kennt. Das Schöne an Washington ist die Zentrierung aller wichtigen Gebäude im Kern der Stadt. So konnten wir wirklich am Montag alles zu Fuß erkunden. Losgelegt haben wir am Kapitol, dem riesigen Regierungsgebäude. Es ist faszinierend wie dieses Gebäude einen automatisch an die Gründerzeit erinnert durch seine Bauweise und direkt davor zu stehen ist unglaublich. Anschließend sind wir zum Hard Rock Cafe gelaufen und hier gab es dann den größten Schock der Reise, der uns alles in Frage stellen ließ, was wir bisher erlebt haben…

 

die Shotgläser waren ausverkauft :-O Also spielten wir kurz unsere Optionen durch: hatte es überhaupt noch Sinn die Reise weiterzuführen? Nach intensiver Überlegung entschieden wir uns die Reise fortzusetzen. Also ab zum J. Edgar Hoover Building, dem Hauptquartier des F.B.I., vielleicht konnten die uns ja helfen. Um uns anschließend weiter abzulenken, gingen wir zurück zur National Mall und von dort zum Washington Monument. Es ist für uns immer noch unglaublich wie stolz die Amerikaner auf ihr Land sind, an dem Monument war nicht eine Flagge nicht zwei sondern bestimmt 50 in einem Kreis angeordnet, so dass man sie von überall sehen kann.

Da wir nun schon so patriotisch eingestimmt waren ging es also weiter zu DEM amerikanischen Gebäude, dem Weißen Haus. Leider wird auf der Vorderseite aktuell der Zaun erneuert und erhöht, dadurch hatten wir von hier leider keinen optimalen Blick. Umso besser war die Sicht allerdings auf den Garten. Hier hatten wir das Glück das just in dem Moment an dem wir dort ankamen verschiedene Absperrungen entfernt wurden und so standen wir für ca 1 Minute alleine mit bestem Blick vor dem Haus bevor von allen Seiten Touris angestürmt kamen. Das war es wert. Nachdem wir also das Haus des aktuellen Präsidenten gesehen hatten, sind wir zu dem Denkmal des 16. Präsidenten gelaufen. Ihr müsst das jetzt nicht googlen, es war Abraham Lincoln. Der Retter der Vereinigten Staaten, wie er hier auch genannt wird, wegen seines Einsatzes im Bürgerkrieg. Wir haben noch nie ein so großes Denkmal für nur einen Menschen gesehen. Neben diesem großen Denkmal gibt es hier noch weitere für verschiedene Kriege, unter anderem den zweiten Weltkrieg, Korea Krieg und den Vietnam Krieg. Außerdem gibt es noch ein großes Martin Luther King-Denkmal, das durfte auf unserer Tour natürlich auch nicht fehlen nach unseren Erfahrungen in Atlanta. Zum Abschluss gingen wir noch zum Jefferson Memorial, ein etwas kleineres (im Vergleich zum Lincoln Memorial) aber nicht weniger beeindruckendes Denkmal. So ging der Tag nach 30.000 Schritten und einigen Stunden des Laufens zu Ende und wir sind mega erschöpft zurück ins Hotel gefahren.

Am Dienstag wollten wir es dann etwas ruhiger angehen lassen und sind zunächst zum Pentagon gelaufen. Das war direkt um die Ecke von unserem Hotel. Leider durfte man hier keine Fotos machen, (was erwarten die denn was wir vorhaben?). Aber es ist halt auch nur ein funktionales Verwaltungsgebäude und somit nicht besonders spektakulär. Hier nochmal Angeberwissen: Das Pentagon ist von der Nutzfläche das 9. Größte Gebäude der Welt und das größte Verwaltungsgebäude. Damit hatten wir die Regierungsgebäude abgehakt.

Da der Tag damit aber erst angebrochen war ging es am Nachmittag in den National Zoo, einen sehr großen, kostenlosen Zoo in Washington. Hier konnten wir mal wieder alle unsere Lieblingstiere beobachten (Tiger, Wölfe, Otter und Pandas um nur einige zu nennen) und haben auch neue Lieblingstiere entdeckt, unter anderem zwei sehr süße Biber. Daneben war insbesondere für Gerrit der sogenannte Think-Tank ein Highlight, ein Gebäude in dem Menschen mit Orang-Utans arbeiten und deren Hirne analysieren, indem sie ihnen Denksportaufgaben stellen.

Leider war das Wetter am Mittwoch katastrophal, deshalb haben wir uns ein bisschen erholen können, bevor wir am Donnerstag und Freitag weitere kostenlose Museen besichtigt haben. Zunächst waren wir am Donnerstag im National Air and Space Museum und haben hier viel über die Entwicklung der Luftfahrt, aber auch die Geschichte der Navigation gelernt. Insbesondere für Nerd Gerrit ein Highlight. Am Freitag stand dann zunächst Kultur auf dem Programm. Am Vormittag waren wir in der National Art Gallery! Ja ihr habt richtig gelesen, wir zwei Kunstbanausen waren in der Kunsthalle und der ein oder andere Künstler kam uns vage bekannt vor. Es wird aber nicht zu unseren Lieblingsbeschäftigungen. Den Nachmittag haben wir dann in dem Natural History Museum verbracht. Leider war das Museum sehr chaotisch, dadurch hat es nicht so viel Spaß gemacht, wie wir es uns erhofft haben. Interessant war es aber trotzdem.

Morgen geht es dann mit dem Greyhound in die vorletzte Stadt nach Philadelphia. Insgesamt hat uns Washington wirklich sehr gut gefallen und wir werden definitiv wieder kommen (allein schon um das fehlende Shotglas zu besorgen…)