The windy city

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Schöne Grüße aus Chicago,

ab heute melden wir uns aus dem Osten der USA und zu Beginn aus Chicago. Auch wenn es auf den Bildern so aussieht, liegt Chicago nicht am Meer, sondern „nur“ am Michigan See. Wir haben von vielen Seiten gutes über diese Stadt gehört, hatten aber keine allzu großen Erwartungen an die drittgrößte Stadt der USA. Nach knapp einer halben Woche müssen wir sagen, dass diese Stadt wunderschön ist. Die Architektur ist super abwechslungsreich, von modernen Wolkenkratzern bis zu den Gebäuden aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts gibt es hier viel zu entdecken.

Am Dienstag haben wir uns zunächst Downtown von oben angesehen. Wir haben uns aus dem 103 Stock des Willis Towers einen sehr guten Überblick verschaffen können und nebenbei haben wir auch noch einmal einen kleinen Adrenalinkick bekommen, als wir auf die Ledge herausgetreten sind, einen Glasanbau, in dem einem die Stadt im wahrsten Sinne zu Füßen liegt. Anschließend sind wir weiter durch Downtown gewandert und haben uns den Navy Pier und verschiedene Parks angesehen. Natürlich haben wir dabei auch die berühmte „Bean“ gesehen, aber auch andere sehr schöne Kunstinstallationen.

Am Mittwoch blieben wir dann in der Nähe des Hostels. Genauer gesagt im kostenfreien Lincoln Park Zoo der war auch definitiv einen Besuch wert. Der war wunderschön angelegt und man konnte immer wieder einen Blick auf die Skyline erhaschen sehr sehenswert. Wir konnten aber auch Pinguine, Zebras, Bären, Wölfe, Affen und viele weitere Tiere sehen. Ein sehr schöner und entspannter Tag.

Am Donnerstag haben wir Chicago vom Wasser aus erkundet. Wir sind mit einem Wassertaxi den Chicago River entlanggefahren und einige tolle Blicke auf die Hochhäuser werden können. Danach stand der Donnerstag dann ganz im Zeichen des Essens. Zunächst haben wir uns zum Mittag einen originalen Chicago Hot Dog gegönnt. Letztlich ist das nichts anderes als eine Wurst im Brötchen mit allem drauf, was man sich vorstellen kann, u.a. Senf, Gewürzgurke, Pepperoni, Tomatenscheiben, gehackte Zwiebeln, Salz und je nach Variation weiteren Zutaten aber auf gar keinen Fall Ketchup, das ist hier ein Verbrechen. Der war sehr lecker, aber ein klassischer dänischer Hot Dog mit Ketchup und Remoulade ist uns doch lieber, das haben wir aber natürlich niemandem verraten. Danach haben wir einen Abstecher an einen Stadtstrand gemacht, von wo aus wir einen tollen Blick auf die Skyline hatten. Anschließend haben wir schon mal einen Blick in die Zukunft geworfen und waren in einem Amazon go Supermarkt einkaufen. Man kann ihn nur mit Hilfe einer App betreten und es gibt keine Kassierer, man nimmt sich einfach was man möchte aus dem Regal und es wird vom Amazonkonto abgebucht. War schon ein komisches Gefühl, ohne zu bezahlen den Supermarkt zu verlassen.

Abends haben wir uns dann eine originale Chicago Deep Dish Pizza gegönnt. Diese ähnelt eher einem Pie, denn sie hat einen hohen Rand, und die Reihenfolge des Belags ist genau andersrum als bei einer normalen Pizza: erst der individuelle Belag (bei uns Salami und Zwiebeln), dann gaaaaaaaaaaaanz viel Käse, und zum Schluss Tomatensoße. Hat wirklich lecker geschmeckt, aber macht auch verdammt satt! Wir haben uns zu zweit eine geteilt, und das hat dicke gereicht!

Heute war leider sehr bescheidenes Wetter und Annika ist leicht angeschlagen, weshalb wir nicht mehr viel unternehmen konnten. Wir wollen uns allerdings nicht beschweren, da wir bisher sehr viel Glück mit dem Wetter hatten. Als Randnotiz: wir waren nun ja schon in der ein oder anderen Millionenstadt, aber Verkehr in Chicago ist uns noch einmal besonders aufgefallen und das nicht im positiven Sinne. Daher geht es morgen dann auch rechtzeitig zum Flughafen und weiter nach Miami, hoffentlich ohne Hurrikane.