Seattle – zwischen Serien, Starbucks und den Seahawks

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Moin moin aus Seattle!

Ja, uns gibt es noch! Wie angekündigt war es etwas ruhiger (ja ok, es war totenstill….) aber dafür gibt es jetzt (endlich) mal wieder was Berichtenswertes 🙂 Von San Francisco ging es per Fernbus in einer 18-stündigen Fahrt nach Portland. Das war nicht schön oder entspannt aber günstig und effektiv. In Portland selbst haben wir uns Urlaub von der Reise genommen und einfach mal nichts gemacht (aka Serien geguckt, Fotos durchgearbeitet, Podcasts gehört…). Musste mal sein, damit man die ganzen Eindrücke auch verarbeiten kann.

Am Sonntag ging es dann wieder dem Greyhound-Bus nach Seattle (diesmal aber nur entspannte 4 Stunden). Nachdem wir unser Hostel bezogen hatten, haben wir noch ein bisschen die Gegend erkundet (unser Hostel liegt mitten in Chinatown) und haben schon mal einen ersten Blick auf das berühmte CenturyLink Field geworfen.

Am Montag ging es dann richtig los. Nachdem wir in Portland und auch am ersten Tag in Seattle tatsächlich mal ein bisschen Regen ertragen mussten, haben wir Seattle bei strahlendem Sonnenschein erkundet. Los ging es bei der Harbour Front, wo wir entspannt langschlendern und einen Blick auf die berühmten Fähren (irgendwelche Grey’s Anatomy-Fans unter euch?) erhaschen konnten. Da hier auch das Riesenrad steht und logischerweise viel Wasser ist, ein sehr schöner Ort 🙂 Anschließend ging es weiter zum Public Market Place, wo u.a. die allererste Starbucksfiliale zu finden ist. Natürlich haben wir dieser einen Besuch abgestattet. Apropos Starbucks: Halb Seattle besteht aus Starbucksfilialen. An jeder Straßenecke ist eine zu finden (500 in der Stadt, bei 600.000 Einwohnern schon sehr viel). Das wird hier echt gehyped.

Zurück zu Montag. Nach einem schnellen Mittagessen in Downtown ging es dann zum Wahrzeichen von Seattle: Der Spaceneedle. Auch hier herrschte eine total schöne und entspannte Stimmung. Auf der Ecke findet man z.B. auch das Museum der Bill und Melinda Gates Stiftung und das MoPop-Museum, welches wir allerdings aus kostengründen eingespart haben (übrigens auch die Fahrt auf die Spaceneedle, 35$ pro Person fanden wir doch recht happig). Zum Abschluss des Tages ging es dann zum Kerry Park, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat.

Damit hatten wir sightseeing-technisch im Prinzip alles gesehen, was wir wollten. 😀

Am Dienstag war richtiges Mistwetter. Es hat den ganzen Tag mal mehr, mal weniger stark geregnet Wir haben uns aber trotzdem aufgerafft und haben uns die Starbucks-Rösterei angeschaut. Das war echt interessant und man konnte dort Kaffee aus der ganzen Welt kaufen. Mehr Programm war bei dem Regen aber nicht drin.

Am Mittwoch sind wir mit dem Wasser-Taxi einmal auf die andere Seite von Seattle gefahren, von wo aus wir einen herrlichen Blick auf Seattles Skyline werfen konnten. Wirklich wunderschön! Den restlichen Tag sind wir einfach entspannt durch die Stadt geschlendert und haben die Atmosphäre in uns aufgesogen. Besonders als Seahawks-Fan ist es hier ein Paradies. In fast jedem Laden oder Restaurant hängt ne Seahawks-Flagge oder ein Aufkleber im Schaufenster, Fan-Artikel gehören hier definitiv zum normalen Alltags-Look und ein Auto ohne Seahawks-Aufkleber oder Nummernschildhalter fällt auf. Ziemlich cool. Und da Annika als Grey’s Anatomy-Fan und seit neuestem auch Seattle Firefighters-Fan die Stadt aus dem Fernsehen schon kennt, hat sie natürlich immer nach bekannten Ecken Ausschau gehalten und sich jedes Mal nen Keks gefreut wenn ein Feuerwehrauto oder Krankenwagen an ihr vorbeigefahren ist 😀

Der Donnerstag stand mal wieder im Zeichen der häuslichen Arbeit (Wäsche waschen, Koffer packen etc.) Da dies nicht spannender ist als zuhause, springen wir direkt zu Freitag: Dem Tag der Seahawks (Teil 1). Wir hatten hier im Hostel zwei sehr nette andere Seahawks-Fans aus Deutschland kennegelernt (und einer von ihnen ist sogar auch Schalke-Fan J) nd mit ihnen zusammen haben wir eine geführte Tour durch das CenturyLink Field gemacht. Das war sooooo cool: Wir durften durch den Spielertunnel auf den heiligen Rasen, haben den PK-Raum von Innen gesehen, haben gesehen, wo die berühmte 12s-Flagge gehisst wird, durften in einer VIP-Loge Platz nehmen und vieles mehr. Das war wirklich super interessant und auch was man sonst noch so erfahren hat, hat uns wieder gezeigt, dass wir uns für den richtigen Verein in der NFL entschieden haben. Zum Beispiel wird 98% des Mülls, der beim Spiel anfällt, recycelt (in den USA eigentlich ein Fremdwort), das restliche Essen wird an Hilfsorganisationen im Raum Seattle gespendet anstatt es wegzuschmeißen usw.

Nach der Tour ging es dann noch in den Fanshop, in dem es nichts gab, was es nicht gab (außer europäische Größen, meist gab es alles nur ab L aufwärts… Amerika halt). Herrlich!!

Samstag war dann wieder recht unspektakulär. Wir haben uns einfach in der Stadt ein bisschen treiben lassen und die Zeit genossen. Nicht berichtenswert und doch schön 😀

Und heute war er dann da, der große Tag: Wir haben uns einen langgehegten Traum erfüllt und uns ein Heimspiel der Seattle Seahawks angesehen!! Es ging (wie ihr ja bestimmt alle bei ran nfl verfolgt  habt) gegen die New Orleans Saints. Begonnen hat der Tag recht früh, denn bevor das Spiel um 13.25 Uhr losging, hieß es 3 Stunden vorher: Ab zur Tailgate Party! Da herrschte echt eine coole Stimmung und es gab jede Menge zu tun. Gerrit hat sein Talent als Kicker in der NFL entdeckt, man konnte jede Menge Sachen ausprobieren und sich coole Airbrush-Paintings ins Gesicht malen oder die Haare grün und blau färben lassen. So gingnen die 3 Stunden sehr schnell rum.

Anschließend ging es dann ins Stadion. Und auch wenn das Spiel leider mit 27:33 verloren ging (und wir ganz schön am Schimpfen waren über die dusseligen Fehler der Seahawks und das nicht nachvollziehbare Playcalling) war es wirklich unglaublich cool, diese Stimmung mal live zu erleben. vor allem die Lautstärke war beeidruckend. Wir haben bei der Stadionführung schon mit 26 Menschen einen Vorgeschmack bekommen,aber was bei einem 3rd Down der Saints von mit 69000 Zuschauern passiert ist, kann man sich nicht vorstellen. Da können die THW-Fans sich noch eine Scheibe von abschneiden. Diesen Tag werden wir jedenfalls so schnell nicht vergessen!! Auch da Gerrit sich die teuerste Bratwurst seiner Fanlaufbahn für 12 Dollar gekauft hat, ein einmaliger Preis, nicht im besten Sinn ;-D Aber alles in allem war es ein super Tag und wir hatten unglaublich viel Spaß.

Morgen geht es für uns weiter nach Chicago. Wir halten euch auf dem Laufenden 🙂