Hello from Venice

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Allgemein / U.S.A.

Hallo aus den USA,

was für ein erstes Wochenende. Wir sind auf dem letzten Kontinent unserer Reise angekommen und endlich in den USA. Aber was war das für ein Ritt. In Australien klingelte der Wecker am Freitag den 02 August um 5 Uhr. Dann hieß es Sachen packen und um 6:25 Uhr ab zum Flughafen. Nach dem üblichen Check-In und warten ging es gegen 10 Uhr los in Richtung LA. Im größten Passagierflugzeug der Welt, dem Airbus A380, einen der längsten Non-Stop-Flüge der Welt zumachen, können wir also auch von unserer To-Do-Liste streichen. Nach 14 Stunden Flug, in denen Annika ca 1 Stunde geschlafen hat und Gerrit gar keinen Schlaf bekommen hat, sind nach wie vor am 02 August um erneut um 6:25 Uhr in Los Angeles gelandet. In bisschen wie und täglich grüßt das Murmeltier. Also schnell die Taschen einsammeln und ab zum Hostel. Unser Hostel hat echt wieder eine super Lage. Wir müssen nur aus der Tür heraus fallen und sind am weltberühmten Boardwalk von Venice, direkt neben dem Muscle Beach. Bei 30°C gibt es doch nichts Besseres als am Strand zu sein. Da wir bereits 18 Stunden wach waren, aber bloß kein Jetlag bekommen wollten, mussten wir uns irgendwie wach halten. Also sind wir zunächst einkaufen gegangen, eine sehr interessante Erfahrung, die Amis haben alles in Fertigpackungen, selbst Nudeln. Anschließend sind wir am Strand entlang bis zum Santa Monica Pier spaziert und haben einfach das Flair versucht aufzusaugen. Irgendwann war es dann tatsächlich Abend und wir konnten schlafen gehen. Gerrit ist innerhalb von einer halben Minute eingepennt und hat nach ca 31 Stunden wach sein ca 16 Stunden geschlafen. Aber der Jetlag war besiegt.

Am nächsten Tag haben wir uns noch einmal ausgeschlafen den Strand angeguckt und sind mit der Kamera erneut nach Santa Monica gelaufen. Was soll man sagen, das könnten wir jeden Tag machen, es ist einfach herrlich. All diese Kleinigkeiten, die man sonst nur aus den Filmen kennt, von den Palmen am Strand über das Riesenrad in Santa Monica bis hin zu den Bademeisterhäuschen am Strand. Es ist einfach schön hier zu sein. Am Nachmittag haben wir dann noch ein bisschen mehr von Santa Monica erkundet und haben uns ein Paar Shops angesehen. Es war einfach ein netter Tag, um in Ruhe in LA anzukommen. Bevor das richtige Touriprogramm losgeht.

Am Sonntag stand dann der erste größere Ausflug an. Zunächst ging es in die Universal City, die Shopping Mall vor den Universal Studios, um für Annika schon einmal einen Überblick zubekommen, da sie am Montag eine Studiotour hier machen wollte. Also ging es in die verschiedenen Souvenirshops, hier gibt es alles Mögliche: Comicbüchern, Uhren, Klamotten aber auch Sportfanartikel und natürlich ein Hard Rock Cafe. Anschließend sind wir zu einer Stippvisite zum Hollywood Boulevard gefahren. Hier haben wir natürlich auch zunächst das Hard Rock Cafe besichtigt. Danach sind wir ganz entspannt über den Walk of Fame geschlendert und haben versucht möglichst viele Prominente zu finden, das ist aber sehr unübersichtlich, ein paar Highlights haben wir aber festhalten können. Am späten Nachmittag ging es dann zurück nach Venice. Am Sonntag haben wir auch das erste mal Uber genutzt, wir sind solche Millenials ;-). Und wir müssen sagen, wir verstehen die Kritik in Deutschland und anderswo, jedoch ist der Service ideal mit den verschiedenen Optionen die es gibt, man weiß von Vornherein den Preis, wird also nicht überrascht oder durch Umwege übers Ohr gehauen und einfach bequem. Da kann sich die Taxibranche einiges abgucken.

Am Montag sind wir dann beide einmal getrennte Wege gegangen. Gerrit hat sich mit Malte, der mit Marie passender Weise zeitgleich in Los Angeles ist, in Hollywood getroffen und dann sind sie von zum Griffith Observatorium gewandert. Das war ein echt anstrengender aber auch schöner Marsch, der sie durch etwas unbekanntere Ecken der Stadt geführt hat, bevor zum Ende hin in brütender Hitze auf den Berg hoch ging. Leider war das Observatorium selbst geschlossen, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel und in diesem Fall auch die Aussicht. Von dort oben hat man einen fantastischen Blick über die Stadt und bekommt einmal einen Eindruck, wie weitläufig LA tatsächlich ist. Außerdem sieht man, dass trotz besten Wetters immer eine gewisse Dunstglocke über der Stadt hängt, so dass man nicht bis zum Wasser gucken kann, die Stadt verläuft sich in jede Richtung im Dunst. Anschließend ging es natürlich auch wieder bergab, für den Weg zurück nach Hollywood, wo wir geparkt haben, haben wir uns E-Scooter ausgeliehen. Damit haben wir auch dieses trendige Fortbewegungsmittel getestet. Das war ein komisches Gefühl, die haben ganz schön Speed drauf, man hat sich an den Ampeln aber immer wie ein Fußgänger gefühlt, obwohl man auf der Straße unterwegs war. Allerdings eignen sich diese Scooter nicht für eine Stadt wie LA, da wir für die vergleichsweise kurze Strecke bereits $6 gezahlt haben. Für kurze Distanzen und wenn es mal schnell gehen muss, sind sie aber eine gute Alternative.

Für Annika ging es mit Marie zusammen in die Universal Studios. Nach langem hin und her überlegen, ob man wirklich so viel Geld für die Eintrittskarte zahlen sollte, lässt sich im Nachhinein sagen: Es hat sich sowas von gelohnt!

Wir haben den Tag direkt mit unserem Highlight begonnen: Der World of Harry Potter. Das war einfach nur unglaublich! Wir hörten schon die Filmmusik und dann traten wir durch die Tore nach Hogsmeade. Das war so unglaublich liebevoll gestaltet und man konnte viele der Geschäfte tatsächlich betreten und dort Zauberstäbe und allerhand Merch erwerben oder in den drei Besen ein Butterbier trinken (oder in unserem Fall zum Mittag Mac’n’Cheese essen gehen) – für die Muggels unter euch: das war ziemlich cool J Und dann gings um eine Kurve und da stand es dann: Schloss Hogwarts!! Träume werden wahr 🙂

Wir haben uns dann für die größere der beiden Achterbahnen angestellt. Die angezeigten 65 Minuten Wartezeit wurden einem dadurch versüßt, dass man währenddessen durch das Schloss gewandert ist. Auch hier war das alles mit viel Liebe zum Detail gestaltet und man fühlte sich, als hätte man doch noch endlich seinen Brief bekommen. Die Achterbahn selbst hat auch super Spaß gemacht. Auf einem 3D-Ritt fliegt man mit Harry und Ron übers Quidditchfeld, durch den Verbotenen Wald und vieles mehr und erlebt dabei einige „Abenteuer“- Die Technik war super cool, die Bildschirme haben null geflimmert oder irgendwas, was es so realistisch gemacht hat. Hab ich so auch noch nicht gesehen.

Anschließend haben wir den restlichen Park erkundet und es gab noch einiges zu den Simpsons, Minions, Jurassic Park, die Mumie, usw. Wir haben uns dann noch die Animal Show mit den Filmtieren und die Special Effect Show angeschaut  -verrückt, was man im Film alles tricksen kann. Ein Blick auf die Wartezeiten zeigte dann, dass wir uns genau für die richtige Reihenfolge entschieden hatten: Mittlerweile betrug die Wartezeit für die Harry-Potter-Bahn 200 (in Worten: Zweihundert) Minuten!!!!!!

Wir haben uns dann entschieden, uns für die Studio Tour anzustellen, doch statt der erwarteten Stunde Wartezeit hatten wir Glück und durften nach nicht mal 10 Minuten mit, da noch zwei Leute gesucht wurden. Perfekt! Die Tour war super interessant. Wir haben viele Filmsets gesehen, u.a. das New York Set, Little Mexico, die Wisteria Lane, einen Flugzeugabsturz und den weißen Hai, und waren in so genannten „Hot Stages“, die sich angefühlt haben wie eine Achterbahn: Auf der Fahrt durch die virtuelle Insel von Jurassic Park wurden wir ordentlich von den Dinos durchgeschüttelt, anschließend erfolgte ein Erdbeben in einem U-Bahnhof, wo plötzlich ein LKW durch die Decke brach und der Bahnhof aufgrund eines Rohrbruchs überflutet wurde und zum Schluss hat uns die Crew von Fast and Furious geholfen, einem Verfolger auf spektakuläre Art zu entkommen. Ihr seht, wir haben einiges erlebt 🙂

Zum Abschluss des Tages ging es zurück nach Hogsmeade, wo wir dann noch die kleinere der beiden Harry-Potter-Bahnen getestet haben (für alle Hansapark-Kenner: eine Mischung aus Rasendem Roland und Schlange von Midgard- ich fand die Bahn super!!), diese war im Stil von Hagrid mit seiner Hütte und den Tieren gehalten.

Insgesamt verging die Zeit viel zu schnell und es war einfach ein unvergessliches Erlebnis!

Morgen geht es für uns in einen Escape Room und am Mittwoch in die Warner Bros Studios –  wir werden berichten…