Der Sonne hinterher …

G’day aus Brissie,

Nachdem wir uns in Perth ein Aussie-Wörterbuch gekauft haben, müssen wir das Wissen nun natürlich anwenden. Die Australier haben echt ein Fabel für Abkürzungen :-).

Die Zeit verfliegt hier momentan so, dass wir kaum mit den Blogeinträgen hinterher kommen. 

Am Freitag nach unserer Ankunft in Byron Bay haben wir uns einen faulen Lenz gemacht, wie man so schön sagt. Wir hatten mittags richtig gutes Wetter und deshalb haben wir die Gunst der Stunde genutzt und sind an den Strand. Der Strand von Byron ist echt der Hammer. Man läuft durch einen Tunnel aus Palmen und und am anderen Ende hat man den Blick auf einen Kilometer langen Strand und Bergketten am Horizont. Hier ist Gerrit auch das erste Mal ins Wasser gesprungen, das war herrlich. Leider war uns das Wetter am späteren Nachmittag nicht mehr so hold, deshalb haben wir nur einen kurzen Streifzug durch die verschiedenen Surferläden entlang der Hauptstraße unternommen, bevor wir vor dem Regen ins Hostel geflohen sind.  Das Byron Bay YHA ist übrigens das mit Abstand beste Hostel bisher gewesen, wahrscheinlich kommen wir zurück. 

Am nächsten Tag sind wir dann der Sonne weiter nach Norden gefolgt entlang der weltberühmten Gold Coast. Der wohl bekannteste Ort hier ist Surfers Paradise, neben Sydney der einzige Ort mit einem Hard Rock Cafe in Australien. Es war also definitiv einen Stopp wert. Aber auch sonst war der Stopp es wert, denn die Kulisse des weißen Strandes vor einer Skyline voller Hochhäuser war durchaus beeindruckend und ein krasser Gegensatz zu dem beschaulichen Surferort Byron Bay. Nach einer Stärkung ging es dann auf die letzten Kilometer in die Hauptstadt des Staates Queensland, Brisbane. Hier hat Gerrit vor 6 Jahren den Großteil seiner Zeit in Australien verbracht und sich in die Stadt verliebt. Wir kamen am späten Nachmittag an, aus dem Grund waren wir nur noch einkaufen und haben anschließend auf der Dachterasse den Abend ausklingen lassen.

Am Sonntag war dann der Tag aller Tage: Annikas Geburtstag. Leider dachte sich der Wettergott, dass sie sich bei Regenwetter sicher wie zu Hause fühlen würde und wollte ihr Heimweh etwas reduzieren… Der Plan, in der City of Sunshine, wie Brisbane auch genannt wird, zu feiern, ging also nur bedingt auf. Aber wir haben das Beste draus gemacht. Wir sind morgens in das Lone Pine Koala Sanctuary gefahren. Das war wirklich klasse! Wir konnten dort einen Koala (namens Byron) auf den Arm nehmen, Kängurus füttern und viele typisch australische Tiere wie Wombats, Tasmanische Teufel, Schnabeltiere und Dingos bestaunen. 

Am Nachmittag sind wir dann noch durch die Einkaufsstraße gebummelt. Allerdings zog dann eine schwarze Wand am Himmel auf und wir konnten uns gerade noch ins Hostel retten, bevor ein heftiges Gewitter losging. Dort haben wir den Tag dann mit vielen Telefonaten nach Hause und leckerer Pizza gemütlich ausklingen lassen.

Nach der ganzen Fahrerei hieß es am Montag dann mal wieder Wäsche waschen, damit sind wir wohl offiziell in Brisbane angekommen ;-). Um wenigsten noch etwas zu machen mit dem angebrochenen Tag, sind wir in Richtung Flughafen gefahren, nach 2 Wochen ohne Flieger hat es uns dort wohl hingezogen, und dort sind wir in ein Outlet-Center gegangen. Hier hat insbesondere Gerrit zugeschlagen und 2 Shirts und Shorts bei RipCurl gekauft.

Heute haben wir uns nun endlich die die Stadt in Ruhe angeguckt. Zunächst sind wir noch einmal durch die Queens Mall die Einkaufsstraße in der City von Brisbane geschlendert. Anschließend sind wir über eine der vielen Brücken nach Southbank gelaufen. Hier wurde am Brisbane River ein künstlicher Strand angelegt, vollständig mit umgebender Parkanlage. Das ist echt ein surreales Erlebnis, wenn man aus der Stadt geht und plötzlich am Strand ist und im Hintergrund sieht man immer noch die Hochhäuser. Hier haben wir uns über mittag etwas entspannt und mal wieder richtig Sonne getankt, bevor wir weiter am Fluss entlang bis zum Kangaroo Point gelaufen sind. Von hier hat man einen super Blick auf die Skyline von Brisbane. Außerdem könnte man hier an öffentlichen Geräten ein BBQ machen, dass ist auch definitiv ein australisches Ding überall an der Ostküste finden sich diese öffentlichen Grillstellen komplett kostenlos. Genau so ist auch der Strand kostenlos und trotzdem so sauber wie ein Freibad in Deutschland, das wäre vielleicht auch was für Kiel. Für Gerrit ist das jedenfalls einer der schönsten Orte an denen er bisher war.

Bleibt uns eigentlich nur noch zu sagen, dass wir nun offiziell in allen 6 Bundesstaaten Australiens gewesen sind.