Von den blauen Bergen kommen wir…

Moin Moin aus Byron Bay!

Diesen Blogeintrag wollten wir eigentlich schon am Dienstag hochladen, aber leider hatten wir bis jetzt nur super schlechtes Internet, sodass ein Hochladen unmöglich war 🙁 was solls, dafür kommt er jetzt 🙂

Am Sonntag haben wir einen wunderbaren Tag in Sydney genossen. Wir sind bei strahlendem Sonnenschein durch die Stadt gebummelt, haben die Aussicht genossen und ganz nebenbei *Trommelwirbel* auch Ersatz für Gerrits Schuhe, die als Dingo-Futter herhalten mussten, gefunden. Am Abend folgte dann das Highlight, weshalb wir gekommen waren: Das Vivid-Festival. Dabei handelt es sich um ein Licht- und Musikfestival, bei dem in der ganzen Stadt verschiedene Lichtinstallationen verteilt sind und auch die Harbour Bridge und das Opernhaus werden speziell beleuchtet bzw. projiziert. Das war wirklich spektakulär! Auch wenn die Fotos nicht schlecht geworden sind (jaja, Eigenlob und so…) ist das kein Vergleich zur Realität! Insbesondere Annika war von der ganzen Atmosphäre total geflasht. Außerdem gab es einen beleuchteten Blumenkranz fürs Haar – auch das ein weiteres Highlight für sie (im wahrsten Sinne des Wortes 😀 ) – und für Gerrit ein Peter-Wright-Gedächtnis-Irokesen-Haardings.

Am Montag ging es dann in die Blue Mountains. Nach einer recht kurzen Fahrt kamen wir mittags am Hostel an und dann ging es auch direkt auf in die Berge. Wir sind den Prince Henry Cliff Walk entlanggewandert. Die Blue Mountains gehören übrigens seit 2000 zum UNESCO-Weltnaturerbe und haben ihren Namen daher, dass die vielen dort wachsenden Eukalyptusbäume das ätherische Eukalyptusöl verdunsten und daher ein feiner blau-aussehender Nebel über dem Gebirge liegt.

Auf dem Wanderweg kamen wir natürlich auch an den 3 Sisters vorbei, eine der bekanntesten Felsformation der Blue Mountains. Die Felsformation ist ein so genannter „Aboriginal Place“ und es gibt eine Aborigines-Geschichte dazu: Die drei Schwestern Meehni, Wimlah und Gunnedoo lebten dort mit ihrem Vater Tyawan, einem Zauberdoktor. In der Nähe wohnte auch Bunyip, vor dem sie Angst hatten. Eines Tages erschrak Meehni, als sie einen Tausendfüßler gesehen hat, und warf einen Stein nach ihm. Dieser rollte jedoch über die Klippen, wovon Bunyip erwachte, und als er die Schwestern erblickte, ging er wütend auf sie los. Tyawan wollte seine Töchter vor ihm schützen und verwandelte deshalb sie mit seinem Zauberknochen in drei Felstürme. Der Bunyip wandte sich nun gegen Tyawan, der sich selber in einen Leierschwanz verwandelte und davonflog. Dabei verlor er seinen Zauberknochen, den er auch heute noch sucht; die drei Schwestern warten und hoffen, dass er ihn bald findet.

Am Dienstagmorgen hat Gerrit alleine eine längere Wanderung von den 3 Schwestern ausgestartet, da es Annika leider nicht so gut ging und es die Wanderung wirklich in sich hatte. Zunächst ging es über die Giant Stairway ca. 900 Stufen auf den Boden des Canyons, den man auf den Bildern sieht, und anschließend entlang der Felswand in Richtung eines großen Wasserfalls, den Leura Cascades. Leider stellte Gerrit fest, dass nach 1 Stunde und 45 Minuten Wanderung der Pfad zum Fuße eben jener Kaskaden gesperrt war, mist, mist, mist … Aber die verschieden kleinen Wasserfälle und die Ruhe im Wald haben sich trotzdem gelohnt. Das war echt ein anstrengender aber auch sehr schöner Walk, den wir jedem empfehlen, der kein Problem mit Treppen steigen hat. Man bekommt einen sehr schönen Eindruck der Vielfältigkeit der Flora und Fauna der Blue Mountains. Am besten wäre es aber sicherlich im Frühling, wenn die Wasserfälle das meiste Wasser führen.

Anschließend ging es weiter nach Newcastle. Dank dem super netten Mann an der Rezeption in Katoomba, bei dem wir das Hostel für Newcastle gebucht hatten, haben wir ein Zimmer mit Blick aufs Wasser und konnten abends bei Wellenrauschen einschlafen – es geht schlechter 😀 Außerdem war es nach 235 Strecke nordwärts auch schon etwas wärmer. Da wir mal wieder erst im Dunkeln ankamen (hier geht gegen 17.00 Uhr die Sonne unter), starteten wir die Erkundung Newcastles erst am Mittwochmorgen. Wir sind am Strandabschnitt entlangspaziert und haben mit Blick auf den Strand gefrühstückt. Das war sehr nett, allerdings gab es außer dem Strand dort nicht viel zu sehen.

Also ging es weiter nach Port Macquarie. Hier sind wir tatsächlich mal im Hellen angekommen und haben nachmittags noch etwas die Stadt erkundet. Auch hier war es sehr nett, aber „außer“ dem Strand gab es auch hier nicht viel zu sehen. Dank des Tipps der Frau von dem Hostel haben wir uns dann heute Morgen noch das Koala Hospital angesehen. Dort werden verletzte, wilde Koalas versorgt und anschließend, wenn möglich, wieder ausgewildert. Es gibt allerdings auch ein paar Koalas, die für immer dort bleiben müssen, weil sie aufgrund von Blindheit oder anderen Behinderungen nicht mehr in der Wildnis überleben würden. Die Geschichten der Koalas zu lesen war wirklich berührend und die Tiere waren natürlich auch einfach zuckersüß 🙂

Anschließend ging es für uns weiter nach Byron Bay, mit einem kleinen Zwischenstop in Coffs Harbour. Hier werden wir nun bis Samstag bleiben. Das Hostel hier ist übrigens richtig schön und es hat *erneuter Trommelwirbel* funktionierendes Internet!! Ein Traum! 🙂

Soweit zu unserer bisherigen Reise an der Ostküste. Am Samstag planen wir dann über die Gold Coast nach Brisbane zu fahren, wo wir am Sonntag dann Annikas Geburtstag feiern wollen.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Karin

    Vielen Dank für die vielen Informationen und die tollen Bilder.

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